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Über eine Geldzuwendung von 500 Euro freuen sich der 1. Vorsitzende des SSV Jeddeloh, Jürgen Ries, der stellvertretende NFV-Kreisvorsitzende Dr. Peter Wengelowski sowie SSV-Vorstandsmitglied Hartmut Bley, gleichzeitig Ansprechpartner des Vereins für die Migranten (v. lks.) | Bild: Jürgen Hinrichs

16 Migranten spielen Fußball beim ambitionierten SSV Jeddeloh - Verein erhält Anerkennung durch Egidius-Braun-Stiftung.

Der SSV Jeddeloh engagiert sich wie einige andere Ammerländer Fußballvereine bei der Integration der Migranten, die in den letzten  Monaten in die Region gekommen sind. Aktuell hat der Verein 16 Flüchtlinge, davon 14 Jugendliche,  in seinen Reihen, die in die verschiedenen Mannschaften des Clubs vom Küstenkanal integriert worden sind.

Stolz darauf ist insbesondere Hartmut Bley, dritter Vorsitzender im Verein und Jugendleiter sowie zudem verantwortlich für die Jugendspielgemeinschaft des SSV Jeddeloh mit dem benachbarten TSV Klein Scharrel. Er fungiert als Ansprechpartner im Verein für die Migranten.    

Von dem großen Einsatz der Jeddeloher  Fußballer hat auch die Egidius-Braun-Stiftung des Deutschen-Fußball-Bundes Informationen erhalten. Für sein gesellschaftliches Engagement wurde der Verein jetzt vom zweiten Vorsitzenden des NFV-Kreis Ammerland, Dr. Peter Wengelowski,  auf dem Sportplatz in Klein Scharrel mit einer Zuwendung von 500 Euro bedacht. Mit dem Geld werden nun unter anderem Trikots, Hosen und Fußballschuhe für die Migranten beschafft.

Gefördert werden sollen mit dieser DFB-Maßnahme Fußballvereine, die sich speziell für Flüchtlinge engagieren,  Ideen zur Integration von Flüchtlingen entwickeln und konkrete Hilfsmaßnahmen ergriffen haben. Angesichts dieser Herausforderung, die vor allem auf Deutschland zugerollt gekommen ist, kann und will der Fußball nicht abseits stehen, wenn  es darum geht, Flüchtlinge in unserer Gesellschaft willkommen zu heißen.

Der SSV Jeddeloh arbeitet im Rahmen der Flüchtlingsbetreuung sehr eng mit der Gemeinde Edewecht zusammen. So waren schnell Informationen vorhanden, dass vor allem in Husbäke, Edewecht, Jeddeloh I, Kayhauserfeld und auch in Oldenburg viele junge Flüchtlinge ohne Eltern eintreffen würden. Hartmut Bley besuchte daraufhin spontan die Unterkünfte, wurde hier sehr gut aufgenommen und knüpfte erste Kontakte zu den Migranten.

Alle Kicker wurden inzwischen vom SSV Jeddeloh mit den notwendigen Fußballutensilien ausgestattet. Da die Wohnorte der Flüchtlinge weiter auseinanderliegen, hat Hartmut Bley einen Fahrdienst eingerichtet, der die Spieler zweimal in der Woche zum Training sowie zu den Punktspielen abholt und sie wieder nach Hause bringt. „Wir kümmern uns auch um Praktikumsplätze sowie Lehrstellen, was ganz gut läuft. Auch wenn es Probleme in der Schule oder im unmittelbaren Lebensumfeld der Migranten gibt, dann bin ich da“, so Hartmut Bley.

Obwohl inzwischen mehrere Flüchtlinge in andere Orte verlegt wurden, wollen sie weiterhin beim SSV Fußball spielen. Sie fühlen sich einfach wohl in diesem Verein, da man sich auch außerhalb der „Fußballzeiten“  trifft, zusammen ausgeht und regelmäßig Resümee zieht über die neuen Erfahrungen. „Helfen macht Spaß“. Nach diesem Motto agieren Hartmut Bley sowie die Trainer und Betreuer, denen Bley ebenfalls große Anerkennung ausspricht.

Autor und Bilder: Jürgen Hinrichs

   
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