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Neue Spielbälle, Medaillen und Urkunden gab es für die Kreismeister und Staffelsieger im Jugendfußball beim Kreisjugendtag in Querenstede. | Bild: Jürgen Hinrichs

In einer gewohnt harmonischen Atmosphäre verlief auch die diesjährige Arbeitstagung der Ammerländer Fußballjugend. Der nun zu Ende gegangene Spielbetrieb der Saison 2015/2016 verlief ohne jegliche Komplikationen. Lediglich die vielen Spielausfälle wegen der widrigen Wetter- und Platzbedingungen in der Hinrunde trübten ein wenig die außerordentlich gute Bilanz der vergangenen zwölf Monate.

 Der Jugendausschuss des NFV-Kreis Ammerland organisiert seit vielen Jahren in gleicher Besetzung mit hoher Qualität und Sorgfalt den Spielbetrieb im Fußballkreis (v.lks.). Dieter Munke, Gerold Gröneweg, Arno Erbrich, Thomas Sühling sowie der stellvertretende Kreisvorsitzende Dr. Peter Wengelowski. | Bild: Jürgen Hinrichs

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Peter Wengelowski bedankte sich beim Jugendausschuss des Kreises, den Trainern und den Eltern für ihr großes Engagement. Der Jugendfußball im Ammerland sei noch immer sehr gut und breit aufgestellt, so Wengelowski.

Kreisjugendleiter Arno Erbrich bedankte sich beim TuS Ocholt, der die kürzlich auf seiner Sportanlage ausgetragenen Pokalendspiele der Ammerländer Fußballjugend hervorragend organisiert hatte. Im nächsten Jahr wird der FC Rastede auf seinen neuen Fußballfeldern die Pokalfinalbegegnungen organisieren. Die Kreismeister und Staffelsieger wurden im Rahmen der Arbeitstagung vom Jugendausschuss mit neuen Spielbällen und Urkunden ausgezeichnet.

Dass Jugendspiele nur an Samstagen stattfinden, gehört längst der Vergangenheit an. Regelmäßig von montags bis freitags wird gespielt, nur der Sonntag ist ausgespart. Aus dem Grund plädierte Schiedsdrichterobmann Horst Kowalski dafür, geregelte Anstoßzeiten für die einzelnen Wochentage festzulegen, damit sich die Schiedsrichter darauf einstellen können. "Es darf aber nicht sein, dass an einem Samstag um12.00 Uhr ein Fußballspiel ausgetragen wird", so Kowalski insbesondere in Hinblick auf geregelte Familienstrukturen wie ein gemeinsames Mittagessen gerade am Wochenende. Solche Anstoßzeiten sollten nicht vom Jugendausschuss genehmigt werden. Der Kreisjugendausschuss wird sich mit dieser Problematik in den nächsten Wochen beschäftigen.

Kein Verständnis hatte auch Jugendausschussmitglied Dieter Munke für Absagen von Trainern für E-Jugendmannschaften, wenn nur ein oder zwei Spieler verhindert seien. "Trainer und Betreuer sollten gerade bei den ganz kleinen Kickern bis zehn Jahre sich davon lösen, das "gewinnen müssen" als alleiniges Spielkriterium in den Vordergrund zu stellen.

Diese Problematik hat der Niedersächsische Fußballverband erkannt, sodass die G- und F-Jugend ab der neuen Spielzeit in sogenannten "Fair-Play-Ligen" keine Begegnungen mehr unter Wettkampfbedingungen austragen. Bestrebungen aus der Erwachsenenwelt nach unbedingtem Sieg und die damit verbundenen Probleme sind hier fehl am Platz. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen im Kinderfußball zu beruhigen und alle Beteiligten, also Vereine, Trainer, Eltern und Fans für die eigentliche Aufgabe des Kinderfußballs zu sensibilisieren. Die Fair-Play-Liga ist eine aktive Veränderung der bisherigen Spielgrundlagen. Die Kinder entscheiden selbst und spielen ohne Schiedsrichter Da kein Schiedsrichter auf dem Platz ist, lernen die Kinder, Verantwortung für sich selbst und Mitverantwortung für andere zu übernehmen. Sie lernen, Entscheidungen zu treffen und zu akzeptieren.

Für ein faires Miteinander wird jetzt auf Bezirks- und Kreisebene eine gemeinsame Begrüßungskultur eingeführt (u.a. Begrüßung der gegnerischen Trainer und Mannschaft; Team-Shakehands inkl. Trainer nach Vorbild der UEFA „Champions League“; Nach dem SpielTreff der Schiedsrichter mit den beiden Teams inkl. Trainer an der Mittellinie, Ergebnisbekanntgabe, Sportgruß und abschließend Shakehands). Diese neue Begrüßungskultur ist bei den Junioren und Juniorinnen bereits über den Fair-Play Cup auf Verbands- und Bezirksebene sehr positiv eingeführt worden.

Arno Erbrich gab den Vereinen auch die Startermine für die Saison 2016/2017 mit auf den Heimweg. Die Pokalrunde beginnt für alle Jugendklassen am 9. und 10 August. Die ersten Punktspiele werden am 13. August (Kreisebene) und am 20. August (übergeordnete Spielklassen ADOOW) ausgetragen. Die Vereine TV Apen, TuS Vorwärts Augustfehn und SV Gotano haben sich jetzt zu einer Jugendspielgemeinschaft zusammengeschlossen. Durch das neue Bündnis wollen die beteiligten Vereine das Potential im Jugendfußball der Gemeinde besser nutzen und der demographischen Entwicklung Rechnung tragen.

Autor und Bilder: Jürgen Hinrichs

   
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