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Der FSV Westerstede wurde für seine Integrationsarbeit mit Migranten mit einer Anerkennungsprämie von 500 Euro durch den Deutschen-Fußball-Bund bedacht. Stolz auf die gelungene Integration sind Thomas Hauschulz (FSV-Vorstand), die beiden Schutzsuchenden Endris Asllanay und Aras Khalaf sowie Thomas Sühling (stv. Vorsitzender NFV-Kreis Ammerland). | Bild: Jürgen Hinrichs

Bereits 15 Migranten im Punktspieleinsatz für den FSV Westerstede
Verein erhält Anerkennung  durch Egidius-Braun-Stiftung

Westerstede. Während noch in vielen Bundesländern und Kommunen darüber diskutiert und teilweise gestritten wird, wie die vielen hunderttausend Migranten in die Gesellschaft integriert werden können, haben die Verantwortlichen des Fußball-Sport-Vereins (FSV) Westerstede schon längst die Initiative ergriffen und gehandelt.

Seit gut einem halben Jahr haben bisher 15 Flüchtlinge im Alter zwischen 7 und 26 Jahren den Weg in die einzelnen Mannschaften des FSV gefunden und werden seitdem von den einzelnen Übungsleitern betreut. Zwei weitere Jugendliche sollen in den nächsten Tagen in die Vereinsarbeit eingebunden werden.     

Der überwiegende Teil der Migranten stammt aus Afghanistan und Syrien, die in Westerstede ausschließlich dezentral untergebracht sind. Eine Besonderheit in der Kreisstadt ist, dass die „Schnupperphase“ bereits frühzeitig abgeschlossen werden konnte, und alle Fußballer bereits Punktspiele für den FSV Westerstede bestritten haben. Sie sind also ohne Ausnahme feste Bestandteile der FSV-Mannschaften geworden.

Von dem großen Einsatz der Westersteder Fußballer hat jetzt auch die Egidius-Braun-Stiftung des Deutschen-Fußball-Bundes gehört. Für sein gesellschaftliches Engagement wurde der Verein aus der Kreisstadt jetzt mit einer Zuwendung von 500 Euro bedacht.

Bereits 15 Migranten spielen Fußball im FSV Westerstede. Für seinen couragierten Einsatz in der Flüchtlingsarbeit erhielt der FSV Westerstede jetzt ein Geldpräsent in Höhe von 500 Euro vom Deutschen-Fußball-Bund. Darüber freuen sich die Schutzsuchenden, die FSV-Betreuer sowie besonders FSV-Vorsitzender Clemens Blase (vorne rechts), FSV-Vorstandsmitglied Thomas Hauschulz (dritte Reihe zweiter von links) und der stellvertretende Vorsitzende des NFV-Kreis Ammerland, Thomas Sühling (letzte Reihe links). | Bild: Jürgen Hinrichs

Gefördert werden sollen mit dieser DFB-Maßnahme Fußballvereine, die sich speziell für Flüchtlinge engagieren, Ideen zur Integration von Flüchtlingen entwickeln und konkrete Hilfsmaßnahmen ergriffen haben. Angesichts der neuen Herausforderung, die vor allem auf Deutschland zugerollt gekommen ist, kann und will der Fußball nicht abseitsstehen, wenn es darum geht, Flüchtlinge in unserer Gesellschaft willkommen zu heißen.

Mit dem Geld werden nun unter anderem Trikots, Hosen und Fußballschuhe für die Migranten beschafft. Der stellvertretende Vorsitzende des NFV-Kreis Ammerland Thomas Sühling, ebenfalls FSV-Mitglied, betonte bei der Überreichung der Geldzuwendung, dass die Integration von ausländischen Mitbürgern im FSV schon länger Vereinsphilosophie ist. Das langjährige ehemalige FSV-Vorstandsmitglied Johannes Süsens führte in seiner parallelen Funktion als Vorsitzender des Deutsch Ausländischen Freundschaftsvereins (DAF) bereits Menschen aus anderen Ländern an den Fußballsport heran.

Autor und Bilder: Jürgen Hinrichs

   
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